Zimmer in der Lipizzanerheimat

Anreise:
Tag Monat Jahr
Nächte Zimmer Personen

Stölzle Glas-Center GlasMuseum Bärnbach

 

Seit 1805 wird in Bärnbach Glas in überlieferter Mundblastechnik hergestellt. In den Glasmacherwerkstätten finden damals wie heute die traditionellen Werkzeuge Verwendung.

Jahresausstellung 2017:
GLASVEREDELUNG - Meister der Handarbeit in Europa

Aufbauend auf der Jahresausstellung 2016 zeigt die neue Jahresausstellung Einblicke in die Glasveredelung und beschreibt die angewandten Veredelungstechniken.

 

Von den kunstvoll gewickelten, mit aufgeschmolzenen Glasfarben, Glasfäden oder -plättchen verzierten keltischen Glasperlen, über die handwerkliche Meisterschaft römischer Gläser, dem Biedermeier, mit kunstvoll gearbeiteten Freundschaftsbechern, an denen praktisch jede Form der möglichen Verzierung sichtbar wird, dem Jugendstil, mit seinen metallisch irisierenden Farbeffekten, spannt sich der Bogen der Ausstellung bis zum heutigen Studioglas.

 

Immer weniger bekannt sind heute diese handwerklichen Verfahren und künstlerischen Techniken. Umso wichtiger und interessanter ist es, sich an Hand ausgesuchter, charakteristischer Stücke darüber informieren zu können, wobei der besondere Reiz auch in der Gegenüberstellung historischer und moderner Exponate liegt.

 

 

BEGEHBARE GLASSCHMELZWANNE

Begehbare Glaswanne
Begehbare Glaswanne

In so einer Glasschmelzwanne können innerhalb von 24 Stunden bis zu 100 Tonnen Glas geschmolzen werden. Die Glasrohstoffe werden kontinuierlich in die Wanne eingefüllt und vereinigen sich bei über 1500 Grad Celsius zu einer flüssigen Glasschmelze.

 

Kontinuierlich arbeitende Wannen bestehen aus zwei Teilbereichen; der Schmelzwanne und der Arbeitswanne. In ersterer wird das Gemenge erschmolzen und geläutert.

 

Anschließend gelangt die Schmelze durch den Durchlass in die Arbeitswanne und von dort in die Feeder. Schmelzwannen sind aus feuerfesten Materialien gemauert und bestehenaus Tonerden (AlO ), Silika (SiO ), Magnesia (MgO), Zirkonia (Zr O ) und anderen keramischen Werkstoffen. Als Energieträger dienen Erdgas und Elektrizität. Zur Energieeinsparung wird die Verbrennungsluft im Regenerativsystem vorgeheizt.

Glas Center Bärnbach - © Enrico Caracciolo
Glas Center Bärnbach

Stölzle Glas Center

Stölzle Glas Center
Stölzle Glas Center

Ob im Hightech-Bereich, im täglichen Gebrauch oder als Kunstobjekt - Glas ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken.

 

Im Glasmuseum des Stölzle Glas-Centers können Sie Interessantes und Raritäten rund um das Thema Glas bewundern. Darunter die Nachbildung eines Waldglasofens und Werkzeuge aus den Anfängen der weststeirischen Glasherstellung.

 

Etwas ganz Besonderes erwartet Sie in der Mundblashütte. Im Rahmen einer Führung können die Glasbläser hier bei Stölzle bei ihrer Arbeit beobachtet werden. Hautnah erleben Sie mit, wie Glas geblasen wird.Im Anschluss lockt der Stölzle Glasverkauf mit einem umfangreichen Angebot!

 

 

Das Kunsthandwerk

Glaskunstwerk
Glaskunstwerk

Mit der Glasmacherpfeife nimmt der Kölbelmacher eine kleine Menge zähflüssigen Glases auf und bläst es zu einer Kugel – dem „Kölbel“. Wichtig: Damit das Werkstück bearbeitet werden kann, muss dabei ein kleiner Luftraum erhalten bleiben. 

 

Der Einbläser übernimmt nun das Kölbel und taucht es nochmals in zähflüssiges Glas, um eine größere Menge aufzunehmen. Dieser Vorgang wird als „Überstechen" bezeichnet und kann mehrmals wiederholt werden. Bei mehrfarbigem Glas – beispielsweise bei einer Kombination von weißem Opalglas innen und blauem Glas außen – wird das ursprüngliche Kölbel in Hafenöfen mit unterschiedlichen Farben überstochen.

 

Mit dem Wulgerholz und anderen Werkzeugen, wie Zangen und Scheren wird das überstochene Kölbel von den Glasmachern annähernd in seine endgültige Form gebracht. Während des ganzen Vorgangs dreht der Glasmacher die Pfeife, um zu verhindern, dass die heiße Glasmasse auf eine Seite rinnt und das Glas ungleichmäßig verteilt wird.

 

Danach wird das Werkstück in eine Holz- oder Metallform eingeblasen. Wie alle anderen Holzwerkzeuge muss auch die Holzform immer nass sein, damit sie nicht auf der Stelle verbrennt. Das über 1.000 Grad heiße Glas berührt die nasse Holzform nie wirklich, sondern schwimmt auf einem Wasserdampfpolster. Diese Schicht aus Wasserdampf ermöglicht eine glatte und reine Glasoberfläche.

 

Hochreine Rohstoffe, die genaue Einhaltung der Gemengerezepturen und Temperaturen sowie die permanente Überwachung des gesamten Produktionsprozesses sind nötig, um eine besonders hohe Glasqualität zu erreichen. Verschiedene Dekorschritte wie Schleifen, Farbspritzen, Gravieren, Bohren, Bemalen, Säuremattieren oder Sandstrahlen bringen das gläserne Werkstück zur Vollendung.